Die AUMUND Fördertechnik GmbH, weltweit ein führender Anbieter im Bereich der Fördertechnik mit über 27.000 Installationen weltweit, gibt den offiziellen Marktstart des bahnbrechenden „electrified Linear Calcination Conveyors“ (eLCC) bekannt.

Die Zementindustrie steht unter beispiellosem Druck zur Dekarbonisierung, da sie für etwa 8 % der globalen CO2-Emissionen verantwortlich ist. LC3 (Limestone Calcined Clay Cement – Kalkstein-kalzinierter-Ton-Zement) bietet eine transformative Möglichkeit, Emissionen zu reduzieren und wirtschaftliche Vorteile innerhalb der bestehenden Industrieinfrastruktur zu erschließen. LC3 ist eine Mischung aus Klinker, kalziniertem Ton, Kalkstein und Gips, die CO2-Emissionen im Zementproduktionsprozess um bis zu 40 % im Vergleich zu gewöhnlichem Portlandzement reduziert.

Innovation für LC3-Zement
Die LC3-Technologie stellt einen Paradigmenwechsel in der Zementzusammensetzung dar und verwendet etwa 50 % Klinker (im Vergleich zu 95 % bei gewöhnlichem Portlandzement), 30 % kalzinierten Ton, 15 % Kalkstein und 5 % Gips. Die Synergie zwischen kalziniertem Ton und Kalkstein erzeugt komplexe puzzolanische Reaktionen, wobei kalzinierter Ton zusätzliches Aluminiumoxid liefert, das mit Kalkstein reagiert und Carboaluminat-Phasen bildet. Dies trägt erheblich zu Festigkeit bei, während vergleichbare Leistungsmerkmale gegenüber konventionellem Zement erhalten bleiben.

AUMUND eLCC-Technologie: Engineering-Exzellenz trifft Umweltverantwortung

Aufbauend auf mehr als zwei Jahrzehnten Expertise in der Förderung heißer Materialien – einschließlich bewährter Lösungen wie dem KZB-S (bis 1.000°C), BZB-H-I (bis 850°C) und FPB-K (bis 850°C) – hat AUMUND den eLCC speziell für die effiziente Tonkalzinierung entwickelt. Das Entwicklungsprojekt, das vor fast vier Jahren in Zusammenarbeit mit HOLCIM initiiert wurde, resultierte im Bau einer Pilot-Demonstrationsanlage am AUMUND-Hauptsitz in Rheinberg, Deutschland, wo Kalzinierungstests vielversprechende Ergebnisse erzielten.

Die Technologie demonstriert die kritische Herausforderung der Tonkalzinierung, die eine präzise Temperaturkontrolle bei 750-800°C erfordert – aber deutlich niedrigere Temperaturen als die der traditionellen Klinkerproduktion benötigt. Diese Temperaturreduzierung trägt in Kombination mit dem energieeffizienten Design des eLCC substanziell zur Gesamtreduzierung des CO2-Fußabdrucks bei, die durch LC3-Zement erreicht wird.

Fortschrittliche technische Merkmale:
Der eLCC umfasst folgende fortschrittliche Konstruktionselemente und Eigenschaften:
Dreifaches Wärmebarriere-System: Fortschrittliches Engineering begrenzt Ketten- und Rollentemperaturen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung optimaler Kalzinierungsbedingungen

Hitze-Deflektor-Technologie: Strategisch positionierte Bleche der an Antriebs- und Spannstation minimieren Wärmeverluste und schaffen distinkte Kalzinierungszonen

Inertgas-Spülfähigkeit: Kontrolliert Farbvariationen durch Eisenoxidation und gewährleistet konsistente Produktqualität

Vollständige Einhausung und Isolierung: Maximiert thermische Effizienz und minimiert Wärmeverluste an die Umgebung

Energieeffizienz, bewährte Langlebigkeit
Der spezifische Energiebedarf des eLCC ist aufgrund seiner vollständig eingehausten und isolierten Bauweise signifikant niedriger als bei alternativen Lösungen. Das kompakte Heizkammervolumen reduziert Wärmeverluste substanziell und ermöglicht ein schnelles Hochfahren der Anlage, was Betreibern beispiellose betriebliche Flexibilität bietet.

Diese Konstruktionsphilosophie entspricht dem Bedarf der Zementindustrie nach reaktionsschnellen, effizienten Produktionssystemen. Basierend auf AUMUNDs robuster Plattenbandförderer-Technologie profitiert der eLCC von jahrzehntelang felderprobter Zuverlässigkeit. Die modulare Konstruktionsarchitektur ermöglicht eine nahtlose Erweiterung der Produktionskapazitäten durch Hinzufügen zusätzlicher Module und bietet langfristige Skalierbarkeit, während die Marktnachfrage nach LC3-Zement wächst.
Klimaneutrale Betriebsfähigkeit

Die elektrischen Heizelemente vollständig mit erneuerbaren Energiequellen wie Wind- oder Solarenergie betrieben werden. Diese Fähigkeit ermöglicht vollständig klimaneutrale Kalzinierungsprozesse mit null direkten CO2-Emissionen und repräsentiert damit einen vollständig nachhaltigen Technologieansatz für die Zementproduktion. Weiterhin besteht die Möglichkeit alternative Heizsysteme einschließlich keramischer Gasbrenner zu verwenden.

Globale Marktpräsenz
Mit der Unterstützung von HOLCIM, einem weltweit führenden Unternehmen der Zementindustrie, im Entwicklungs- und Testprozess ist die eLCC-Technologie nun bereit für die globale Vermarktung.

AUMUNDs etablierte Präsenz im Zementsektor, unterstützt durch jahrzehntelange erfolgreiche globale Partnerschaften und technologisches Know-how, positioniert das Unternehmen, um den eLCC als nachhaltige Kalzinierungstechnologie voranzutreiben und zu etablieren.

Die AUMUND Gruppe mit ihren Produktionsgesellschaften AUMUND Fördertechnik GmbH, ESI Eurosilo B.V, SCHADE Lagertechnik GmbH, SAMSON Materials Handling Ltd und Tilemann GmbH ist ein führender internationaler Spezialist für Förder- und Lagertechnik.

Der eLCC repräsentiert die jüngste Weiterentwicklung in AUMUNDs umfassendem Portfolio an Lösungen, die für die sich entwickelnden Anforderungen nachhaltiger industrieller Betriebe konzipiert sind. AUMUND investiert weiterhin in Forschung und Entwicklung, um die Fähigkeiten des eLCC zu verbessern und zusätzliche Anwendungen für nachhaltige Schüttgut-Fördertechnologien in verschiedenen Industrien zu erforschen.

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